Rückreise Tag 5: Von Istanbul Richtung Bulgarien

Georgien
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Autor:in

žuk

Veröffentlichungsdatum

19. Februar 2026

Ich schlafe ganz gut, wenn auch nicht sonderlich lang, fühle mich nur mittelmäßig besser. Ich finde es nicht einfach, etwas taugliches zum Essen zu bekommen. Einfach nur Brot, das wär’s. Naja, nur noch wenige Tage, dann bin ich in Deutschland. Ich buche mir einen zusätzlichen Hostel-Tag, damit ich nachmittags noch ausruhen kann.

Nachtzug nach Bukarest.

Um 18 Uhr geht’s zurück, mit leider nur dürftigen, aber den Umständen entsprechendem Essen ausgestattet, mache ich mich – der Anstrengung wegen wieder mit Taxi – auf den Weg zum Bahnhof Istanbul Halkali, wo mein Nachtzug nach Bukarest startet. Alles klappt gut. Am Gleis treffe ich ein nettes französisches Pärchen – es sind allgemein so viele Französ*innen unterwegs, das überrascht mich sehr, die Türkei gilt doch als „deutsches“ Urlaubsland?! Nun ja, in meinem Abteil wohnt auch noch ein französischer Familienvater aus Straßburg, der ins Familienabteil nebenan vermutlich nicht mehr reingepasst hat. Wir unterhalten uns sehr nett, die Familie macht eine Interrail-Rundreise, war auch schon in Berlin und eben auch Istanbul. Jetzt geht’s zurück. Klingt alles sehr hübsch und interessant.

Am Gleis in Halkali.

Dann schlafen, gut so, ich bin echt müde. Aber ich fühle mich schon viel besser als heute früh, das ist doch mal ein gutes Zeichen.

Die Grenzkontrolle zwischen der Türkei und Bulgarien kommt um drei Uhr morgens und verläuft wesentlich glimpflicher als erwartet. Wir müssen nicht mit allen Sachen aussteigen und durchleuchtet werden, sondern es erfolgt nur eine einfache Passkontrolle. Ein Glück. So komme ich auf ausreichenden und nur leicht gestörten Schlaf.

Aktuelle Empfehlungen

  • Zieht euch das Fediverse, z. B. Mastodon rein – es ist richtig großartig da. Man fühlt sich wie in den ersten Jahren des Internets, als alles noch sozial und gutmütig war… Hier gibt’s eine gute Einführung: https://fediversum.info/

  • Ich lese gerade sehr viel Geschichtsbücher. Ich habe nämlich das Publikationsangebot der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung entdeckt – und es ist großartig! So bin ich gerade bei meinem vierten Buch in diesem Jahr.

    • Das tollste Buch war auf jeden Fall „Der 9. November. Die Deutschen und ihr Schicksalstag“ vom Historiker Wolfgang Niess. Dicke Empfehlung. Vor allem der Teil zur Novemberrevolution 1918 war unfassbar detailliert und zeugt von sehr viel Sachkenntnis (der Autor hat zu diesem Thema auch promoviert). Ebenso beachtenswert und dem Lesefluss sehr zuträglich ist der rote Faden, der sich durchs ganze Buch zieht.
      Bei der HLZ oder im Buchhandel.

    • „Die Bonner Republik. Politisches System und innere Entwicklung der Bundesrepublik“ von Thomas Brechenmacher fand ich ganz gut, hat mich weder enttäuscht noch groß begeistert. Bei der HLZ oder im Buchhandel.

    • „Die neue Mauer. Ein Gespräch über den Osten“, ein Gespräch vom renommierten Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk mit dem ehemaligen Ministerpräsident Thüringens Bodo Ramelow. Fand ich sehr gut, etwas mehr Meinung natürlich, aber spannende Perspektiven zweier überzeugter Demokraten. Das war nicht von der HLZ, das hab ich zu Weihnachten bekommen. Im Buchhandel.

    • „Das deutsche Alibi. Mythos ‚Stauffenberg-Attentat‘ – wie der 20. Juli 1944 verklärt und politisch instrumentalisiert wird“ von Ruth Hoffmann. Ein großartiges Buch. Regelmäßig habe ich Stellen, wo ich angeekelt vom falschen und verklärenden Geschichtsverständnis der CDU/CSU bin, vor allem unter Adenauer und auch Kohl. Ebenso dicke Empfehlung! Gibt es bei der HLZ, bei der bpb (da hab ich’s her) und im Buchhandel.

  • Allgemein kann ich euch empfehlen: Zieht euch mal das Publikationsverzeichnis eurer Landeszentrale für politische Bildung rein. Das lohnt sich sehr!